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Genfood? – Ich tu was!

Besonders beeindruckbar sind Politiker in ihren Wahlkreisen. Wenige Briefe, Faxe, Anrufe oder gar der (gemeinschaftliche) Besuch im Wahlkampfbüro wiegen schwerer als tausende anonymer Unterschriften aus bundesweiten Aktionen. Organisieren Sie einen solchen gemeinschaftlichen Besuch! Oder schließen Sie sich hier anderen an, die schon etwas organisiert haben.

Die aktuelle Lage:

Das Gentechnik-Gesetz ist in Überarbeitung. Das Bundeskabinett hat es bereits verabschiedet und wird es im Herbst in den Bundestag einbringen. Gegenüber dem bisherigen Gesetz bietet es sowohl strengere Regelungen als auch Aufweichungen und fortbestehende Unsicherheiten. Wenn Sie auf Ihren Abgeordneten einwirken, dann mit folgendem Tenor:

  1. Das Gesetz ist besser als das alte, aber nicht gut genug.
  2. Bevor es beim alten Gesetz bleibt, soll es lieber verabschiedet werden.
  3. Wenn möglich soll es in zwei Punkten noch strenger werden:
    1. Es ist höchst unsicher, ob gentechnik-frei arbeitende Bauern bei Verunreinigungen unter der dem Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9% von Ihren Gentechnik-verwendenden Nachbarn entschädigt werden müssen. Sie erleidenn aber auch unter der Kennzeichnungsschwelle Schäden, weil Handel und Verarbeiter Ware schon bei geringsten Verunreinigungen nicht mehr abnehmen. Fordern Sie: Jeder Schaden muss entschädigt werden.
    2. Im neuen Gesetz ist für die einzige für den gewerblichen Anbau zugelassene Genpflanze, den Genmais, ein Sicherheitsabstand von 150 Metern zu konventionellen Maisfeldern und 300 Metern zu ökologischen Maisfeldern vorgeschrieben. Es gibt keinen Grund, konventionelle Bauern schlechter zu behandeln als Bio-Bauern.
  4. Wenn das Gesetz verabschiedet wird, soll Ihr Abgeordneter an dem Thema dran bleiben und eine weitere Verbesserung des Gesetzes unterstützen. Es geht nicht an, dass Länder wie Österreich, Polen und Ungarn einerseits ihre Bürger besser vor ungewollter Gentechnik im Essen schützen und andererseits Vorteile beim Export erlangen, weil sie anders als Deutschland gentechnikfreie Ware garantieren können.

Die für das Gesetz wichtigeste Politiker sind diese 25:

Abgeordneter Ort Telefon Fax E-Mail
Peter Struck(SPD) 29525 Uelzen 0581/79595 0581/31046
Volker Kauder (CDU) 78532 Tuttlingen 07461/71060 07461/12435
Hubertus Heil (SPD) 31224 Peine 05171/5068314 05171/5068399
Ronald Pofalla (CDU) 47533 Kleve 02821/23377 02821/18673
Horst Seehofer (CSU) 85049 Ingolstadt 0841/93804-11 0841/1656
Brigitte Zypries (SPD) 64289 Darmstadt 06151/3605078 06151/3605080
Annette Schavan (CDU) 89073 Ulm 0731/9216521 0731/9216630
Michael Glos (CSU) 97424 Schweinfurt 09721/947733 09721/782184
Sigmar Gabriel(SPD) 38226 Salzgitter 05341/8598846 05341/49375
Michael Müller (SPD) 40213 Düsseldorf 0211/13622130 0211/328089
Thomas Rachel (CDU) 52351 Düren 02421/121327 02421/74298
Peter Paziorek (CDU) 48231 Warendorf 02581/44416 02581/45387
Gerd Müller(CSU) 87435 Kempten 0831/5231017 0831/12810
Alfred Hartenbach(SPD) 34497 Korbach 05631/974712 05631/913609
Dagmar Wöhrl (CSU) 90402 Nürnberg 0911/8121432 0911/8121430
Katherina Reiche (CDU) 14469 Potsdam 0331/9099725 0331/9099719
Ulrich Kelber (SPD) 53115 Bonn 0228/2803135 0228/2803136
Ilse Aigner (CSU) 83703 Gmund a.T. 08022/769379 08022/769375
Jörg Tauss (SPD) 75015 Bretten 07252/5803803 07252/5803805
Angela Merkel (CDU) 10557 Berlin 030/18400-0 030/18400-2357
Marie-Luise Dött (CDU) 46045 Oberhausen 0208/2054470 0208/2054424
Waltraud Wolff (SPD) 39326 Wolmirstedt 039201/21201 039201/29101
Peter Bleser (CDU) 54516 Wittlich 02671/975512 02671/980332
Rainer Wend (SPD) 33602 Bielefeld 0521/172969 0521/177642
Laurenz Meyer (CDU) 59071 Hamm 02306/1728 oder 1729 02306/25005

Die Abgeordneten aller Wahlkreise finden Sie hier:

http://www.bundestag.de/mdb/index.html

Wenn Sie einfach schon mal eine Mail an Ihren Abgeordneten schicken wollen, dann können Sie das besonders einfach hier tun:

https://www.campact.de/gentec/abg1/abgmail

 

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