Informationen | Dossier Grüne Gentechnik 2007

DossierSchafft Agro-Gentechnik Arbeitsplätze?

Kanzlerin Merkel und Forschungsministerin Schavan sind sich einig: Agro-Gentechnik ist ein Wirtschaftsfaktor und bietet Arbeitsplatzpotenzial

VIEL POTENZIAL

Allein das Pflanzenbiotechnologie-Unternehmen BASF Plant Science beschäftigte derzeit rund 600 Mitarbeiter. Der Konzern will in den nächsten drei Jahren 270 Millionen Euro in diesen Bereich investieren. Viele Arbeitsplätze allerdings, glaubt Jens Katzek, Vorstandsmitglied des Branchenverbands der Biotechnologiefirmen BIO Deutschland, würden erst in der Zukunft entstehen. Haupthemmnis: das derzeitige Gentechnikgesetz. Es behindere diese Branche.

DEFINITIV NICHT

Ein paar Hundert Arbeitsplätze: Die Carl-von-Ossietzky-Universität behauptet, dass im Bereich der Agrar-Gentechnik in Deutschland gerade 40 bis „deutlich unter 500 belegbare“ Arbeitsplätze bestehen. Das deckt sich mit Angaben des Statistischen Bundesamtes von 2004 und der Wirtschaftsberatung Ernst & Young. Sie waren auf 202 Stellen in sieben Firmen gekommen, die aber auch konventionell züchten.

Jobvernichtung? Jobs könnten durch die Gentechnik auch vernichtet werden. Der Babykosthersteller Hipp erwägt, Anbau und Produktion nach Österreich oder in die Schweiz zu verlagern, die gentechnikfreie Produktion eher ermöglichen. In der Bio-Branche sind über 100 000 Arbeitsplätze in Gefahr, wenn Bioware kontaminiert wird.

Fazit:

Das Arbeitsplatzpotenzial durch Agro-Gentechnik ist sehr gering, hoch hingegen die Gefahr, dass Arbeitsplätze in der Bio-Branche und der konventionellen Landwirtschaft durch Kontaminationen gefährdet werden.


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