Allein das Pflanzenbiotechnologie-Unternehmen BASF Plant
Science beschäftigte derzeit rund 600 Mitarbeiter.
Der Konzern will in den nächsten drei Jahren 270 Millionen
Euro in diesen Bereich investieren. Viele Arbeitsplätze
allerdings, glaubt Jens Katzek, Vorstandsmitglied des Branchenverbands
der Biotechnologiefirmen BIO Deutschland, würden erst
in der Zukunft entstehen. Haupthemmnis: das derzeitige
Gentechnikgesetz. Es behindere diese Branche.
Ein paar Hundert Arbeitsplätze: Die Carl-von-Ossietzky-Universität
behauptet, dass im Bereich der Agrar-Gentechnik in Deutschland
gerade 40 bis „deutlich unter 500 belegbare“ Arbeitsplätze
bestehen. Das deckt sich mit Angaben des Statistischen
Bundesamtes von 2004 und der Wirtschaftsberatung Ernst & Young.
Sie waren auf 202 Stellen in sieben Firmen gekommen, die
aber auch konventionell züchten.
Jobvernichtung? Jobs könnten durch die Gentechnik
auch vernichtet werden. Der Babykosthersteller Hipp erwägt,
Anbau und Produktion nach Österreich oder in die Schweiz
zu verlagern, die gentechnikfreie Produktion eher ermöglichen.
In der Bio-Branche sind über 100 000 Arbeitsplätze
in Gefahr, wenn Bioware kontaminiert wird.