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Spart
Agro-Gentechnik Pestizide ein?
Transgene Pflanzen sind ein Beitrag zur Ökologie,
argumentieren die Anbieter, weil sie den Insektenschutz
eingebaut haben und daher Insektizide eingespart werden
können.
ÖKOLOGISCH WERTVOLL
„Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen“,
sagt die Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Katherina Reiche, „können insbesondere den Einsatz
von Pflanzenbehandlungsmitteln reduzieren.“ Auch
die Gentechnikexpertin der FDP, Christel Happach-Kasan,
ist überzeugt, dass der in Deuschland seit knapp zwei
Jahren für die kommerzielle Nutzung zugelassene Bt-Mais
eine „naturschutzfreundliche Alternative zur Bekämpfung
des Schadinsekts (Maiszünsler,Anmerkung der Redaktion)
ist.
NICHT AUF DAUER
Unkraut wird resistent: „Entgegen allen Versprechungen“,
bilanziert das Münchener Umweltinstitut, „ist
eine Verminderung des Pesitizid-Einsatzes nicht zu beobachten“.
Lediglich in den ersten Jahren des Anbaus ließen
sich Rückgänge belegen – „wenn überhaupt“.
Danach seien sogar Steigerungen in der Pestizid-anwendung
zu beklagen. Hauptgrund ist die zunehmende Resistenz der
Acker-(un-)kräuter gegen Totalherbizide, die überhaupt
nur im Zusammenhang mit
dagegen widerstandsfähig gemachten, genmanipulierten
Nutzpflanzen in großem Maßstab eingesetzt werden
können. Die Kräuter werden widerstandfähiger,
passen sich an die Chemikalien an, trotzen ihnen letztlich.
In Nordamerika werden deswegen nach Erkenntnissen des Instituts
inzwischen „zunehmend hochgiftige, alte Pestizide
oder Pestizid-Cocktails eingesetzt“.
Fazit:
Nur kurzfristig, wenn überhaupt, werden Insektizide
eingespart, wenn
diese in die Pflanzen selbst eingebaut werden. Mittelfristig
nimmt der Bedarf eher zu. Der Einsatz von Totalherbiziden
nimmt in jedem Fall zu.
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