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Freie Wahl – auch beim Essen
Mehrheit entscheidet. Das ist ein demokratisches Grundprinzip. Doch wenn die Mehrheit schweigt, nicht sicht- und hörbar wird, dann passiert es leicht, dass eine Minderheit ihre Interessen gegen die Interessen der Mehrheit durchsetzt. Besonders groß ist die Gefahr dann, wenn es sich um wirtschaftliche Interessen handelt, wenn den Konzernen Milliarden-Gewinne winken und zahllose Lobbyverbände, Wissenschaftler und Politiker entsprechenden Druck machen. Da hilft nur eines: Flagge zeigen, Farbe bekennen, sich einmischen. Möglichkeiten dazu gibt es viele: Der tägliche Einkauf, Gespräche mit Freunden und Bekannten, der „Genfood Nein danke“-Sticker an der Jacke. Mit Protestbriefen und -Mails kann man Handelsketten und Politikern die Meinung sagen. Wenn viele Menschen mitmachen, Briefkästen und E-Mail-Postfächer überquellen, dann hat das Wirkung auf die Politiker aller Couleur. Das gilt auch für die vielen kleinen Veranstaltungen in Dorfgaststätten oder Pfarrsälen, in denen über Genfood informiert und diskutiert wird. Für jede Frage, die einem Kandidaten bei den anstehenden Wahlen zum Thema Genfood gestellt wird. Für jedes „Gentechnikfrei“-Schild auf einem Acker. Kleinvieh macht auch Mist, sagen die Bauern. Tausende kleiner täglicher Meinungsäußerungen ergeben ein großes Stimmungsbild, das niemand leichtfertig überhört oder übersieht. Schon gar nicht vor Wahlen. Und auch nicht danach. |
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