Informationen | Dossier Grüne Gentechnik

Alles völlig harmlos?

Die Grüne Gentechnik sei sicher und ungefährlich, behaupten ihre Befürworter. Dabei sind die wenigsten Risiken gründlich erforscht. Hinweise auf Gefahren gibt es genug.

Artenvielfalt sinkt – Nützlinge sterben

Britische Risikostudien haben gezeigt, dass beim Anbau von herbizidresistenten Gen-Pflanzen die Zahl der Kräuter auf den Feldern drastisch zurückgeht. Auch die Vögel und Insekten, denen sie als Futter dienen, werden deutlich weniger. Als Vergleich dienten konventionell bewirtschaftete Flächen!

So sank bei herbizidresistentem Raps die Zahl der Blütenpflanzen um 44 Prozent, bei Gen-Zuckerrüben waren es 34 Prozent weniger.

Versuche in der Schweiz zeigen: Gen-Mais, der das Insektengift „Bt“ produziert, tötet damit nicht nur Schädlinge sondern mindestens genauso stark die nützlichen Insekten wie die Florfliegen, sobald sie sich über die vergifteten Schädlinge hermachen.

Unkräuter werden resistent – mehr Pestizide nötig

In den letzten drei Jahren ist in den USA der Pestizidverbrauch auf Feldern deutlich gestiegen, auf denen herbizidresistente Gen-Pflanzen wachsen. Die Ursache: Auch die Unkräuter werden zunehmend resistent und müssen nun zusätzlich bekämpft werden.

In Kanada breitet sich herbizidresistenter Gen-Raps in andere Felder aus und führt dort zu einem Unkrautproblem. Die Pflanzen sind inzwischen gegen zahlreiche Herbizide resistent und lassen sich kaum noch bekämpfen.

Verunreinigungen noch Jahre danach

Mexiko hat seit 1998 den Anbau von Gen-Mais verboten. Dennoch wurde in alten Maissorten das Erbgut genmanipulierter Maispflanzen festgestellt. Als Ursache gelten verunreinigte Maislieferungen aus den USA und Auskreuzungen von versehentlich ausgesätem Gen-Mais.

500 Mio. Dollar Kosten wegen Allergiegefahr

In den USA wurde die nur als Futtermittel zugelassene Gen-Mais-Sorte StarLink auch in Lebensmitteln gefunden. Beim Menschen kann StarLink Allergien auslösen. Über 500 Millionen Dollar kostete das Einsammeln, Entschädigen und Vernichten der kontaminierten Lebensmittel und des noch vorhandenen Saatgutes. Das war im Jahr 2000. Seither wird StarLink-Mais nicht mehr angebaut. Dennoch fand das US-Landwirtschaftsministerium 2001 in 8,6 Prozent aller Maisproben StarLink-Verunreinigungen. Im vergangenen Jahr waren noch 1,2 Prozent der Proben belastet.

Ungeklärter Tod von Rindern – Genkonzern zahlt

Bei einem der wenigen Landwirte Deutschlands, der Gen-Mais anbaute und auch an seine Kühe verfüttert, ist es in den vergangenen Jahren zu ungeklärten Todesfällen im Stall gekommen. 12 Tiere starben, weitere mussten geschlachtet werden. Nachdem laut Greenpeace andere Ursachen wie Infektionen ausgeschlossen werden konnten, sehen der Landwirt und die Umweltorganisation im Gen-Mais die Ursache für das Tiersterben. Die Behörden halten dies für unwahrscheinlich und verweisen auf Fütterungsfehler und hygienemängel. Der Saatgutkonzern Syngenta zahlte stillschweigend einen Teil desden Schadens..

Genanbau nicht versicherbar – Risiken zu hoch

Die Konsequenzen aus diesen und anderen Fällen haben die großen Versicherungskonzerne längst gezogen. Sie weigern sich, das Risiko einer transgenen Verunreinigung oder von gesundheitlichen Schäden durch Genfood zu versichern. Sie halten dieses Risiko für unkalkulierbar.

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