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Reinheit für Saatgut
Save Our Seeds (Rettet unser Saatgut), so heißt eine
europaweite Kampagne, die gegen die großzügige
Verunreinigungserlaubnis der EU-Kommission kämpft.
Sie will ein Reinheitsgebot für Saatgut erreichen:
Es dürfen keine gentechnischen Verunreinigungen nachweisbar
sein. Über 200.000 Menschen und rund 300 Organisationen
und Unternehmen mit mehr als 25 Millionen Mitgliedern haben
in einer Petition an die europäische Kommission ein
solches Reinheitsgebot unterstützt.
Gleichzeitig haben sie klar gestellt, dass die Kosten
für die Reinhaltung des Saatgutes von denjenigen getragen
werden müssen, die Gen-Saatgut herstellen und nicht
von den Bauern und Verbrauchern, die gentechnikfreie Lebensmittel
wollen. Die EU-Kommission hat aufgrund des Drucks der Kampagne
den ersten Entwurf ihrer Saatgutrichtlinie zurückgezogen,
plant aber einen erneuten Vorstoß mit den alten Werten.
Es hängt auch an der Bundesregierung…
Ob dieser Vorstoß Erfolg hat, hängt auch von
der Bundesregierung ab. Denn der geplanten EU-Richtlinie
müssen auch die Mitgliedsstaaten zustimmen. Deshalb
hat Save Our Seeds eine Postkartenaktion an den Bundeskanzler
gestartet, mit der Aufforderung, sich für ein Reinheitsgebot
stark zu machen. Jeder Tag ohne die geplanten Grenzwerte
ist ein Gewinn. Denn bis dahin gelten die jetzigen Vorschriften,
die keinen Grenzwert für Gentechnik im Saatgut kennen.
Bei SOS haben auch Menschen und Organisationen unterschrieben,
die noch keine Meinung über „Grüne Gentechnik
Ja oder Nein“, gebildet haben, aber sehr wohl erkennen,
dass es notwendig ist, auch in Zukunft gentechnikfreies
Saatgut zu haben.
Save Our Seeds, Marienstraße 19, 10117 Berlin, info@saveourseeds.org,
Telefon 0 30-24 04 71 46, www.saveourseeds.org.
Postkarten und Unterschriftenlisten können bestellt
oder online unterschrieben und verschickt werden.
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