| Gentechnikfrei fasten |
Bauer tritt
in Hungerstreik
Der französische Bauernführer
und Globalisierungsgegner José Bové ist
am Donnerstag, den 3. Januar, mit 15 Anhängern
in den Hungerstreik getreten, um den Anbau von
genmanipulierten Mais zu stoppen. Während
ihres Hungerstreikes wohnen die Aktivisten medienwirksam
in einem besetzten Haus nahe der Pariser Börse.
Mit einem vor dem Umweltministerium aufgestellten
Campingwagen wollen sie zusätzlich auf ihr
Anliegen aufmerksam machen.
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| Gentechnik-Proteste |
Viel Action
im neuen Jahr
2008 begann mit Protesten gegen Gentechnik
in der Landwirtschaft mit einer Kletteraktion vor
der Zulassungsbehörde BVL. In den nächsten
Tagen sollen weitere Aktionen folgen. Nicht jede
schafft es in die Zeitung.
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| Aktion "Genfrei Gehen" gestartet |
1.200 Kilometer
durch Deutschland
Gentechnisch veränderte Lebensmittel
werden von Verbrauchern zunehmend kritisch betrachtet.
Das unterstreichen nicht nur Umfragen, deren zufolge
80 Prozent der Deutschen für genfreies Essen
votieren. Vielmehr zeigt der Siegeszug der Biokost,
was die Konsumenten wirklich wünschen. Und
jetzt wird für genfreies Essen sogar gewandert.
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| Gentechnik-Widerstand |
Feldbefreiungen
mit großer Resonanz
Über 400 Aktivisten nahmen am
gentechnikfreien Wochenende der Aktion Gendreck
weg im Oderbruch teil. Ein Teil von ihnen stürmte – wie
vorher angekündigt - trotz starkem Polizeiaufgebot
einen Gen-Maisacker und zerstörte etwa fünf
Hektar mit genmanipulierten Pflanzen. Die Polizei
verhaftete 62 Feldbefreier. Die anstehenden Prozesse
wollen die Aktivisten nutzen, um die Debatte über
die Gefährlichkeit und die Illegitimität
des Gen-Maises weiterzuführen.
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| Bewegender Widerstand |
Wandern für
eine gentechnikfreie Welt
Am 28. Juli startet in Lübeck
die Aktion „genfrei gehen“. In Etappen
wandert Joseph Wilhelm, Vorstand der Rapunzel Naturkost
AG, bis zum Bodensee. Wer Lust hat, kann mit.
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| Abstimmung zum Gentechnikgesetz |
Entscheiden
Sie mit!
In den nächsten Monaten werden
die 614 Abgeordneten des Bundestags die Hand heben
und über eine geplante Aufweichung des Gentechnikgesetzes
abstimmen. Höchste Zeit also, den Volksvertretern
zu sagen, was das Volk will
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| Ziviler Ungehorsam: Initiative
kündigt neue Feldbefreiungen an |
Die Initiative
Gendreck weg hat für das Wochenende
von 20. bis 22. Juli zu Feldbefreiungen im Oderbruch östlich
von Berlin angekündigt. Dort liegt das Hauptanbaugebiet
für genmanipulierten MON 810 – Mais
in Deutschland. 130 Aktivisten hätten sich
bisher bereit erklärt, an der Aktion mitzuwirken,
teilte die Initiative mit.
Bereits in den Jahren 2005 und 2006 hatte Gendreck
weg mit jeweils mehreren hundert Aktivisten
Gen-Maisfelder in Brandenburg besucht. Dabei gelang
es trotz starkem Polizeiaufgebots, Maispflanzen
auszurupfen. Mehrere Feldbefreier wurden deshalb
wegen Sachbeschädigung verurteilt. Die Initiative
hält es angesichts der Gesundheits- und Umweltgefahren
von Gen-Pflanzen für rechtens, diese auszureißen
und so die Felder zu befreien. Sie kündigt
ihre Aktionen vorher öffentlich an und nimmt
eventuelle Strafen bewusst in Kauf.
"Der Handlungsbedarf ist groß. 2007
sind noch mehr Genfelder angemeldet worden, als in
den Vorjahren - und das obwohl die Gefahr von niemandem
mehr heruntergespielt werden kann“, sagte der
Berufsimker Michael Grolm, einer der Mitbegründer
der Initiative. Er spielte damit auf einen Bescheid
des Bundesamtes für Verbraucherschutz an,
in dem die Seehofer-Behörde Anfang Mai den Gen-Mais
MON 810 zu einer Gefahr für die Umwelt erklärte.
Grolm verweist auf ein Zitat Bärbel Höhns,
Ex-Umweltministerin in NRW und Fraktionsvize der
Grünen, im Nachrichtenmagazin
Spiegel. Dort sagte sie: „Mir kann niemand
erklären, warum die jetzt vom Ministerium geäußerten
Risiken und Bedenken erst im nächsten Jahr Konsequenzen
haben sollen. Wenn man den Mais für bedenklich
hält, dann muss jetzt gehandelt und der Genmais
von den Feldern geholt werden.“
„Wir finden, sie hat Recht!“ kommentierte
Berufsimker Grolm die Äußerung.
Unterstützt werden die Gentechnik-GegnerInnen
bei ihrer Feldbefreiung von den "Friedensreitern",
einer gemischten Gruppe mit Reitern und Fahrradfahrern,
seit vielen Jahren Orte wichtiger gesellschaftlicher
Konflikte aufsuchen und dort Aktionen mitgestalten.
Sie sind vom
20 Juli bis 29. Juli in Brandenburg unterwegs.
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| Bundesweite Aktionswoche -
5. bis 11. März 2007 |
Das „Netzwerk gentechnikfreie
Landwirtschaft“ hat von 5. bis 11. März
zu einer bundesweiter Aktionswoche gegen Gentechnik
aufgerufen. Das Motto lautet „Bleibt uns
damit vom Acker – Vielfalt statt Einfalt“.
Das Bündnis will rechtzeitig vor der nächsten
Frühjahrsaussaat ein Signal setzen und erwartet
eine Woche mit vielfältigen örtlichen Aktionen
und Aktivitäten. Anlässe dafür gibt
es genug:
- Die Novelle des Gentechnikgesetztes steht immer
noch auf der Tagesordnung.
- Im öffentlichen
Standortregister tragen sich derzeit die Landwirte
ein, die in diesem Jahr Gen-Mais anbauen wollen.
Mitte Januar waren etwa 850 Hektar angemeldet.
- Neben der weltweit größten Genbank für
alte Kultursorten in Gatersleben werden Gen-Weizen
und womöglich bald auch Gen-Erbsen angebaut.
- Die genmanipulierte Stärkekartoffel „Amflora“ steht
kurz vor der Anbauzulassung durch die EU.
„Deshalb sollten wir auch in 2007 wieder ein
kräftiges Zeichen FÜR die gentechnikfreie
Landwirtschaft setzen“ appelliert Annemarie Volling,
die Koordinatorin des Netzwerkes, an alle gentechnikkritischen
Menschen. Bei ihr bekommen Interessierte nähere
Informationen und können Veranstaltungen melden:
Tel. 0 41 31 / 40 07 20,
www.abl-ev.de/gentechnik.
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| Erfolgreicher Protest |
13.000 Luftballons
fliegen gegen Genfood
Genau 13.061 gelbe Luftballons formten am Donnerstag,
den 2. November, auf einer Wiese im Berliner Regierungsviertel
den 60 Meter breiten Schriftzug „Genfood –
Nein Danke“. Danach erhoben sich die Ballons in
die Luft und symbolisierten den Pollen von Gentech-Pflanzen,
der - einmal in die Umwelt entlassen - nicht mehr rückholbar
ist.

Jeder dieser Ballons wurde via Internet von einem
Menschen bestellt, der damit gegen eine Verwässerung
des Gentechnikgesetzes protestieren wollte. Diese Botschaft
trugen die Ballons auf Postkarten davon, um mehr Leute
über den Gentechnikkurs der Großen Koalition
zu informieren. Die Internetaktivisten von www.campact.de
und die über 30 unterstützenden Verbände
und Unternehmen freuten sich, dass die Aktion trotz
widriger Witterungsverhältnisse erfolgreich über
die Bühne ging.
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| Erster Aktionstag 2006 ein
Erfolg
Tausende demonstrieren gegen Seehofers
Genfood-Pläne
Mehrere tausend Menschen haben sich am bundesweiten
Aktionstag gegen Gentechnik in der Landwirtschaft am
3. März beteiligt. Bauern, Verbraucher und Verbände
haben bei rund 50 Kundgebungen gegen den Anbau von Gen-Pflanzen
protestiert, sagte eine Sprecherin des Bundes für
Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin.
Allein in Ingolstadt - dem Wahlkreis von Bundeslandwirtschaftsminister
Horst Seehofer – zählten die Veranstalter
rund 1000 Menschen und 80 Traktoren. "Die Landwirtschaft
in Bayern kann nur mit Qualitätslebensmitteln ohne
Genmanipulation auf den Weltmärkten bestehen",
sagte Hubert Weiger vom Bund Naturschutz in Ingolstadt.
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Weltweiter Widerstand
Proteste in über 70 Ländern
Am Samstag, den 8. April, haben Organisationen in
72 Ländern in rund 1.500 Einzelaktionen gegen Gentechnik
in der Landwirtschaft demonstriert. Der Tag war zuvor
zum „Joint International GM Opposition Day“,
zum internationalen Tag der Gentechnik-Opposition, ausgerufen
worden. So gingen im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh
25.000 Baumwoll-Farmer auf die Straße. In Frankreich
kamen zur größten Protestaktion 12.000 Demonstranten
zusammen. Nähere
Informationen |
Protest in Wien
Europas Regionen wollen selbst bestimmen
3000 Menschen aus über 20 Ländern haben
beim Marsch der Regionen am 5. April in Wien für
ein gentechnikfreies Europa demonstriert. Anlass war
eine Tagung der EU zum Thema Gentechnik und Koexistenz.
Die Demonstranten forderten die EU-Kommission auf, endlich
zur Kenntnis zu nehmen, „dass Europa keine Gentechnik
in der Landwirtschaft haben will, auch wenn die USA
und die WTO noch so Druck machen.“ Umweltverbände
und gentechnikfreie Regionen aus ganz Europa überreichten
Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel ihre
Positionen in Form einer „Wiener
Erklärung für ein gentechnikfreies Europa“.
Mehr
Informationen
Feldbefreiung fällt aus
Initiative Gendreck weg sagt geplante
Aktion in Oberbayern ab
Die Aktion Gendreck weg hat die für Pfingstmontag,
den 5. Juni, geplante Feldbefreiung in Poing bei München
abgesagt, ebenso das parallel dazu für das ganze
Wochenende geplante Aktionscamp. Die Entscheidung sei
„sozusagen wetter- und protestbedingt“ sagte
die Pressesprecherin der Initiative, Anja Becker.
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| 2005 |
Erfolgreich getafelt
6.000 Menschen beim größten Bio-Frühstück
der Welt

In 146 Städten zwischen Kiel und Friedrichshafen,
Dresden und Köln tafelten am Sonntag Menschen
aus allen Berufen und politischen Lagern genussvoll
für Bio und gegen Gentechnik. In Berlin trafen
sich trotz Dauerregen 6000 Menschen zum „größten
Bio-Frühstück der Welt“ auf dem Schlossplatz.
In nahezu allen Landeshauptstädten, aber auch
in vielen kleinen Städten, bestimmten am 11.
September lange weiß gedeckte Tafeln das Bild
auf zentralen Plätzen. Insgesamt haben sich nach
Schätzungen der Veranstalter über 20.000
menschen an der Aktion beteiligt. Prominenteste Teilnehmerin
war Verbraucherministerin Renate Künast die sich
auf dem Hamburger Gänsemarkt zu Tisch setzte.
Initiiert hatte die Aktion, an der sich zahlreiche
Bio- und Umweltverbände beteiligten, der Bund
Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).
Dessen Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein,
zeigte sich über die große Resonanz erfreut
- gerade angesichts der aktuellen Diskussion um das
Gentechnikgesetz. Im Hinblick auf einen möglichen
Regierungswechsel bezeichnete er es als „Skandal,
dass die Union offenbar plant, für Kontaminationsschäden
durch die Gentechnik den Steuerzahler aufkommen zu
lassen“. Dabei bestätigten die jüngsten
Umfragen des Forsa Institutes, dass über 75 Prozent
der Verbraucher Gentechnik im Essen ablehnen, fügte
er hinzu. Die Parteien müssten verstehen, dass
der Schutz der Landwirtschaft und der Verbraucher
vor Gentechnik Vorrang haben müsse vor den wirtschaftlichen
Interessen einer Hand voll von Unternehmen der Gentechnikindustrie“,
warnte Löwenstein.
In Berlin war das Frühstück wegen des
nassen Wetters eigentlich kurzfristig abgesagt worden.
Jedoch hatte sich laut einer Meldung der Nachrichtenagentur
AP der Schlossplatz in Berlin-Mitte bereits um 11
Uhr mit rund 2.000 Menschen gefüllt. Kurzerhand
wurden deshalb die Tische doch noch im Akkord gedeckt.
Bereits um 12 Uhr wurden die genfreien Lebensmittel
knapp. Das Berliner Bio-Frühstück war kostenlos.
Es wurde durch die Spenden von 39 Sponsoren aus der
Biobranche finanziert. 375 Frühstückstische
waren gedeckt mit Bioprodukten aus der Region: 3.000
Brötchen, 4.000 Scheiben Brot, 6.000 Scheiben
Wurst, 5.000 Scheiben Käse, 190 kg Aufstrich,
94 kg Butter, 75 kg Margarine, 280 kg Müsli,
1.125 Bananen, 1.125 Äpfel, 150 kg Trauben, 375
Liter Milch, 300 Liter Tee und 400 Liter Kaffee wurden
verzehrt.
Sonntag,
4. September
Erntedank am Brandenburger Tor
Über 200 Menschen folgten der Einladung der
Aktion „Gendreck weg“ zum Erntedankfest
vor dem Brandenburger Tor. Aktions-Mitbegründer
und Imkermeister Jürgen Binder lud in Imkerkleidung
einen Haufen gentechnisch veränderter Maises
auf der Bühne ab. Er bekannte sich öffentlich
dazu, ein Genfeld in Brandenbuirg eigenhändig
abgemäht zu haben. Mehrere Dutzend Menschen bekundeten
ihre Entschlossenheit, in der kommenden Saison selbst
(wieder) Hand an Genfelder zu legen.
Unterstützung bekamen sie von zwei prominenten
Gastrednern. Jean Baptiste Libouban hat in Frankreich
eine Bewegung von „Freiwilligen MäherInnen“
gegründet, der inzwischen über 5.000 Menschen
angehören. Er ermutigte die Teilnehmer der Veranstaltung,
entschlossen gegen Gentechnik vorzugehen, auch mit
Mitteln zivilen Ungehorsams: „Es ist schlimm
und schwierig, das Gesetz zu brechen – aber
es ist schlimmer, nichts zu tun, wenn das Gesetz die
Starken gegen die Schwachen schützt.“ Die
„kleine Arbeit“ dabei sei, die Felder
zu mähen, die große Herausforderung, die
Gesetze wieder zu ändern und die Demokratie zu
stärken.
Aus Kanada reiste der Landwirt Percy Schmeiser an.
Seine Geschichte wurde auf der ganzen Welt bekannt:
Der Agrarkonzern Monsanto verklagte den Landwirt,
auf dessen Feld gegen seinen Willen patentierten Monsanto-Genpflanzen
wuchsen, auf Lizenzgebühren. Der Farmer hatte
stets selbst gezüchteten Raps angebaut, seine
Felder wurden jedoch durch herabfallende Saat von
Erntelastwagen der Nachbarn verseucht. Er warnte:
„Wer einmal anfängt mit der Gentechnik,
kann nicht mehr zurück. In Kanada gibt es inzwischen
keinen Raps und kein Soja mehr, das nicht gentechnisch
verseucht ist.“ Die Gentechnik und die Knebelverträge
der Konzerne nehmen den Bauern das Recht, ihre eigene
Ernte wieder auszusäen. |
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