Aktiv werden

Einrichtung freiwilliger gentechnikfreier Regionen

Im Bemühen darum, Agro-Gentechnik von unseren Feldern fernzuhalten gibt es verschiedene Instrumente, die an verschiedenen Stellen angreifen. Eines davon ist die Einrichtung freiwilliger gentechnikfreier Regionen.

Man kann mit ihrer Einrichtung drei wichtige Effekte erzielen:

1. Gelingt es tatsächlich (möglichst großräumig) solche Zonen einzurichten, dann hat man unmittelbar etwas gegen die Ausbreitung der Agro-Gentechnik erreicht und kann dort mit vergleichsweise geringem Aufwand gentechnikfrei produzieren.

2. Die Diskussion um solche Zonen zwingt die Landwirte, sich mit der Frage auseinanderzusetzen und gibt die Gelegenheit, ihnen Informationen zukommen zu lassen, die sie von anderer Stelle (z.B. vom Bauernverband) nicht erhalten.

3. Die Diskussion bietet obendrein die Gelegenheit, die regionalen Medien dafür zu nutzen, das Thema Gentechnik ins Bewusstsein der Verbraucher zu rücken, denen eine entscheidende Rolle bei der Frage zukommt, ob es sich für jemanden rentiert, auf diese Technologie zu setzen.

Da Anbauverbände, Umweltverbände, Parteien etc ihrerseits viele Tausende von Landwirten, Verarbeitern und Händlern als Mitglieder haben, die in ganz Deutschland verteilt wirtschaften und wohnen, verfügen wir potenziell über ein sehr dichtes Netz an Akteuren. Damit möglichst viele von ihnen sich beteiligen, muss man ihnen Materialien an die Hand geben. Für Verbände, die hier aktiv werden wollen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem BUND ein paar Texte entwickelt, die den jeweiligen Verbandsmitgliedern zur Verfügung gestellt werden können. Bitte verwenden Sie sie nach Ihrem Belieben unter Einsetzung ihres eigenen Briefkopfes.

Bei den Schriftstücken handelt es sich um:

1. Ein Anschreiben, dass Sie an Ihre Mitglieder richten können, in denen das Anliegen erläutert wird.

2. Ein Beschlussantrag für Stadt- und Gemeinderäte. Er ist so abgefasst, dass ein Parlament ihn nicht ohne Weiteres ablehnen kann, weil darin nicht plump "Einrichtung einer Gentechnikfreien Region" gefordert wird - was in den meisten Fällen einfach abgebügelt würde - sondern die Information der Landwirte mit dem Ziel, dass diese über eine freiwillige gentechnikfreie Zone beschließen können - was nur schwer abzulehnen ist.

3. Ein Argumentationsleitfaden, der den Einzelmitgliedern hilft, bei entsprechenden Veranstaltungen mit Landwirten die Sinnhaftigkeit einer Freiwilligen Gentechnikfreien Region zu begründen

4. Ein Musterantrag für eine Selbstverpflichtung


Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
Marienstraße 19-20
10117 Berlin

Fon +49 30 28482-306
Fax +49 30 28482-309
http://www.boelw.de/
http://www.keine-gentechnik.de/ 

 
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