CDU/CSU für Gen-Anbau
"Es spricht ... nichts dagegen"
Zur Diskussion um einen großflächigen Erprobungsanbau
mit gentechnisch veränderten Pflanzen erklärte
der Beauftragte für Bio- und Gentechnologie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Helmut Heiderich MdB: Der Erprobungsanbau solle umgehend
beginnen, denn alle Voraussetzungen lägen dafür
vor:
"Das Bundessortenamt hat für 2004 sieben Sorten
Futter-BT-Mais mit insgesamt 30,5 Tonnen Saatgut für
den Erprobungsanbau (Inverkehrbringung) in Deutschland zugelassen.
Hierdurch können ca. 1000 ha schon in diesem Jahr angebaut
werden. Das ist die einzigartige Gelegenheit, die so dringend
notwendigen Erfahrungen der Praxis in Deutschland selbst
unverzüglich zu gewinnen und dann in den kommenden
Jahren auszubauen.
Es spricht auch wissenschaftlich nichts dagegen. Dies hat
die Bundesregierung gerade auf eine Anfrage der FDP eingeräumt,
Pflanzenschutzmittel mit dem Bt-Wirkstoff und genveränderte
Bt-Pflanzen seien in ihrer Wirkung, gerade auch auf Nicht-Ziel-Organismen,
vergleichbar. Auch ließen sie beide keine toxische
Wirkung für Säugetiere erkennen. Überdies
sei das Fleisch von Tieren, die mit Bt-Mais gefüttert
wurden, hinsichtlich der Inhaltsstoffe und ihrer Qualität
nicht von dem Fleisch der Tiere zu unterscheiden, die mit
herkömmlichem Mais gefüttert wurden.
Hinzu kommt, dass aller Voraussicht nach der Europäische
Rat zum 18. April, dem Wirksamwerden der Kennzeichnungspflichten
für Gentechnik, den Import von Bt11-Süßmais
in die EU genehmigen wird. Dann entstünde die Situation,
vor der wir gewarnt haben: mehr und mehr dürfen die
Biotech-Produkte nach Deutschland importiert werden. Deutschland
selbst könnte an diesem zukunftsträchtigen Markt
und der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Grünen
Gentechnik aber nicht nennenswert teilnehmen.
Die Bundesregierung hat selbst eingestanden, dass es keine
wissenschaftlichen oder gesundheitlichen Bedenken gegen
einen praktischen Anbau von Bt-Mais in Deutschland gibt.
Sie sollte nun umgehend tätig werden. Noch sind vier
Wochen Zeit bis zur Aussaat."