Nachrichten | 13.5.2004

Greenpeace gegen Müller-Milch

"Muh-Mobil" startet bundesweite Tour gegen Gen-Milch

Die Umweltorganisation Greenpeace hat sich die Groß-Molkerei Müller vorgenommen, um auf Gen-Soja im Futter von Milchkühen aufmerksam zu machen. Bei Analysen fanden sich die Gen-Pflanzen im Futter von Vertragsbauern von Müller, obwohl der Molkerei-Konzern behauptet hatte, alles getan zu haben, um Gen-Pflanzen im Tierfutter der Milchkühe auszuschließen. Im Visier der Umweltschützer ist auch Dieter Bohlen, der in Werbespots für den Kundenclub der Molkerei, die Müller-Partei, wirbt. Greenpeace fordert von Müller die Garantie, dass die Kühe kein Gen-Futter mehr erhalten.

Mit einer Protestaktion vor dem zum Müller-Konzern gehörenden /Sachsenmilch-Werk in Leppersdorf bei Dresden startete Greenpeace eine bundesweite Tour seines "Muh-Mobils". Es wird unter dem Motto "Muhen gegen Müllermilch" in den nächsten Monaten in vielen Städten bei Straßenfesten, Festivals und vor Supermärkten Station machen und die Stimmen von Verbrauchern gegen Gentechnik aufnehmen.

"Die Verbraucher können Müller jetzt deutlich sagen, dass Gentechnik im Essen nichts zu suchen hat", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. "Egal ob gegen Gentechnik gemuht wird oder die Menschen klar und deutlich einfach 'Nein' sagen, wir nehmen alle Stimmen auf." Verbraucher müssen aber nicht auf das Muh-Mobil warten, um aktiv zu werden: Greenpeace hat eine Hotline (040-3899 8080) eingerichtet, hier kann jeder seine Stimme gegen Gen-Milch erheben. Im Internet ist es möglich, den Protest mit eigenem Bild zu präsentieren.

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