Nachrichten | 18.5.2004

Gen-Mais: Wie 1000 mal gespritzt

Die von Gen-Mais produzierten Giftmengen sind enorm

Die meisten Gen-Mais-Sorten sind so manipuliert, dass die Pflanze das Gift des Bacillus thuringiensis produzieren, das so genannte Bt-Toxin. Die Gentechnik-Konzerne argumentieren gerne damit, dass das Bt-Toxin, weil es natürlichen Ursprungs und gut abbaubar ist, auch im ökologischen Landbau eingesetzt werden darf.

Der Vergleich ist falsch, weil das Bt-Toxin aus dem Gen-Mais mit dem natürlichen Wirkstoff wie in Öko-Bauern in Notfällen benutzen, nicht identisch ist. Zudem sind die durch den Gen-Mais ausgebrachten Mengen weit höher als die Mengen, die bei einem Einsatz von BT-Spritzmitteln aufs Feld kämen. Und sie sind, anders als das Spritzmittel, schlecht abbaubar. Dies zeigten Studien des Instituts für Pflanzenschutz an der ungarischen Akademie der Wissenschaften. Demnach wird durch den Anbau einer transgenen Maissorte 1.500 bis 2.000 mal mehr Bt-Toxin in die Umwelt ausgebracht, als bei der Anwendung eines Bt-Spritzmittels. Acht Prozent dieser Menge verblieben nach der Ernte noch auf dem Stoppelfeld, was die ungarischen Wissenschaftler als alarmierendes Ergebnis werteten. Sogar elf Monate nach der Ernte fanden die Forscher immer noch einen signifikanter Toxinanteil in den Maisstoppeln, der nicht abgebaut worden war. Die Giftmenge entsprach 15 Anwendungen eines BT-Spritzmittels.

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