Sicherheit nicht garantiert
Studie listet Mängel bei der Zulassung
von Gen-Soja und Gen-Mais auf
Das österreichische Bundesland Oberösterreich
hat untersuchen lassen, ob Gesundheitsgefahren durch Genfood
tatsächlich ausgeschlossen werden können. Dazu
begutachtete das Institut „Eco-Risk – Büro
für ökologische Risikobewertung“ den Zulassungsantrag
der Round-up Ready Sojabohne von Monsanto und recherchierte
den aktuellen Kenntnisstand zu gesundheitsrelevanten Effekten
von Gen-Soja und Gen-Mais.
Die Studie von Eco-Risk kommt zu dem Schluss, dass die
Sicherheit von gentechnisch veränderten Lebensmitteln
auf Basis der vorliegenden Daten nicht garantiert ist. Wesentliche
Informationen, welche die Sicherheit des Lebensmittels belegen
sollen (zum Beispiel chronische toxikologische Studien),
wurden von den Antragstellern im Rahmen des Zulassungsverfahrens
nicht vorgelegt und von den Behörden nicht eingefordert.
Weitere Ergebnisse:
- Erste histologische und pathologische Untersuchungen
von Zellgewebe weisen auf mögliche gesundheitsrelevante
Effekte hin.
- Die Annahme, dass Bt-Toxin binnen kürzester Zeit
im Magen abgebaut wird und deshalb kein chronisches Risiko
darstellt, muss völlig revidiert werden. Chronische
Effekte durch Bt-Mais sind also nicht von vornherein auszuschließen.
- Mehrere aktuelle Studien zeigen, dass Erbgutbestandteile
aus der Nahrungs in das Lymphsystem und die Blutbahn aufgenommen
werden. Die bisherige Fokussierung auf eventuelle gesundheitliche
Wirkungen von Proteinen ist also möglicherweise zu
eng gefasst.
Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass weder
für den Nachweis der Gefährdung noch für
den Nachweis der Sicherheit von gentechnisch veränderten
Sojabohnen und Mais wissenschaftliche Studien vorliegen.
Neue Erkenntnisse wiesen darauf hin, dass etwa. 98 Prozent
der gesundheitlichen Risiken aus der Risikoabschätzung
bisher ausgeblendet wurden. Die Studienautoren empfehlen
daher eine rasche Neubewertung der gentechnisch veränderten
Roundup Ready-Sojabohne.