Gensoja in Babynahrung
Nestlé füttert russische Babys
mit Genfood
Russische Wissenschaftler haben die populärsten Marken
für Babynahrung in russischen Supermärkten auf
Gen-Verunreinigungen getestet. 70 Prozent der Proben enthielten
gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Einige Produkte
waren komplett aus GVO hergestellt, berichtete die russische
Zeitung Prawda. Als Hersteller der betroffenen Produkte
nannte die Prawda Nestlé, Semper und andere weniger
bekannte Lebensmittelkonzerne.
Nach Angaben der Zeitung gilt auch in Russland die Regelung,
das Produkte gekennzeichnet werden müssen, die mehr
als 0,9 Prozent GVO enthalten. Die Wissenschaftler haben
aufgrund ihrer Funde an Präsident Putin und die Duma
appelliert, ein Moratorium für den Einsatz von GVO
in Babynahrung und anderen Lebensmitteln zu erlassen und
die betroffenen Unternehmen wegen Verstoßes gegen
die Etikettierungsvorschriften zu bestrafen. Dabei steht
Präsident Putin im Wort. Noch im Dezember 2003 hatte
er erklärt, dass er den Einsatz gentechnisch manipulierter
Organismen in Russland ablehne.
Besonders sauer stieß nicht nur russischen Verbraucherschützern
auf, dass Nestlé und andere betroffene Hersteller
in EU-Ländern versichern, dass ihre Produkte keine
Gen-Pflanzen enthielten. Anscheinend würden diese Firmen
mit verschiedenen Standards arbeiten, kommentierte die Prawda.
„Sie exportieren Produkte einer bestimmten Qualität
in einige Länder und Produkte mit einer deutlich niedrigeren
Qualität in andere Länder. Es ist nicht schwer
zu erraten, dass Russland eines dieser anderen Länder
ist.“