Nachrichten | 28.6.2004

Immer mehr gentechnikfreie Futtermittel

Sogar der Futtermittelkonzern Raiffeisen merkt was der Markt will

Der Futtermittelhandel reagiert immer stärker auf die Nachfrage der Bauern nach gentechnikfreien Futtermitteln. Das von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) organisierte Netzwerk gentechnikfreie Landwirtschaft hat eine erste Zusammenstellungen von 35 Firmen veröffentlicht, die sowohl einzelne ungekennzeichnete Futtermittel als auch Mischungen für Rinder, Schweine und Geflügel anbieten. Diese Liste enthält nicht nur kleine mittelständische Futtermühlen sondern auch Betriebe aus dem Raiffeisen-Konzern, dem wichtigsten Futtermittellieferanten der konventionellen Landwirtschaft. Aufgeführt sind neben anderen das Raiffeisen Kraftfutterwerk Süd, die Raiffeisen HaGe Nord und die Betriebe in Köln und Ostwestfalen. Als Aufpreis für gentechnikfreie Sojabohnen werden 10 bis 15 Euro je Tonne verlangt. verlangen werden

Der Grund für die höheren Kosten von Futtermitteln ohne Gentechnik liegt nach Angaben von Mute Schimpf vom Netzwerk gentechnikfreie Landwirtschaft darin, dass ausgerechnet die Marktbeteiligten, die auf Gentechnik verzichten wollen, alleine die Folgekosten der Agro-Gentechnik zu tragen hätten: „Alle Kosten der getrennten Erfassung, Verarbeitung und des getrennten Transport sowie alle Untersuchungen auf gentechnische Verunreinigung zahlen ausgerechnet jene Bauern, die genmanipulierte Pflanzen nicht wollen und nicht nutzen. Die Saatgutfirmen, die die genmanipulierten Pflanzen in Europa einführen wollen, zahlen für die Kosten der Trennung hingegen keinen Cent.“ , erklärt das Netzwerk.

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