Immer mehr gentechnikfreie Futtermittel
Sogar der Futtermittelkonzern Raiffeisen
merkt was der Markt will
Der Futtermittelhandel reagiert immer stärker auf
die Nachfrage der Bauern nach gentechnikfreien Futtermitteln.
Das von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(AbL) organisierte Netzwerk gentechnikfreie Landwirtschaft
hat eine erste Zusammenstellungen von 35 Firmen veröffentlicht,
die sowohl einzelne ungekennzeichnete Futtermittel als auch
Mischungen für Rinder, Schweine und Geflügel anbieten.
Diese Liste enthält nicht nur kleine mittelständische
Futtermühlen sondern auch Betriebe aus dem Raiffeisen-Konzern,
dem wichtigsten Futtermittellieferanten der konventionellen
Landwirtschaft. Aufgeführt sind neben anderen das Raiffeisen
Kraftfutterwerk Süd, die Raiffeisen HaGe Nord und die
Betriebe in Köln und Ostwestfalen. Als Aufpreis für
gentechnikfreie Sojabohnen werden 10 bis 15 Euro je Tonne
verlangt. verlangen werden
Der Grund für die höheren Kosten von Futtermitteln
ohne Gentechnik liegt nach Angaben von Mute Schimpf vom
Netzwerk gentechnikfreie Landwirtschaft darin, dass ausgerechnet
die Marktbeteiligten, die auf Gentechnik verzichten wollen,
alleine die Folgekosten der Agro-Gentechnik zu tragen hätten:
„Alle Kosten der getrennten Erfassung, Verarbeitung
und des getrennten Transport sowie alle Untersuchungen auf
gentechnische Verunreinigung zahlen ausgerechnet jene Bauern,
die genmanipulierte Pflanzen nicht wollen und nicht nutzen.
Die Saatgutfirmen, die die genmanipulierten Pflanzen in
Europa einführen wollen, zahlen für die Kosten
der Trennung hingegen keinen Cent.“ , erklärt
das Netzwerk.