Nachrichten | 8.9.2005

Gentechnisch veränderte Zutaten in Babybrei?

Künast fordert schnelle Aufklärung

Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast hat die nordrhein-westfälischen Behörden aufgefordert, rasche Aufklärung über einen möglichen Verstoß gegen die EU-Kennzeichnungsregelungen zu leisten.

Bei Laboruntersuchungen in Thüringen sind deutliche Überschreitungen der Schwellenwerte für gentechnisch veränderte Organismen in einem Babybrei festgestellt worden. Messungen in Nordrhein-Westfalen hatten dagegen negative Befunde erbracht. "Es könnten sowohl die negativen Messergebnisse des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums als auch die positiven der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Thüringen richtig sein. In Thüringen wurden Produkte aus dem Ladenregal beprobt, während in Nordrhein-Westfalen Rückstellproben beim Unternehmen untersucht wurden", erklärte Künast.

Das Bundesverbraucherschutzministerium hat die Behörden in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, festzustellen,

  • ob Partien der in Thüringen beprobten Chargen auch in andere Mitgliedsstaaten der EU oder in andere Staaten geliefert worden sind,
  • ob die gentechnisch veränderten Zutaten auch in andere Produkte gelangt sind,
  • auf welche Weise die gentechnisch veränderten Zutaten in den Babybrei gelangt sind.

"Nach den bisherigen Informationen gibt es keine Gesundheitsgefahr. Aber die Verbraucher haben einen Anspruch zu erfahren, ob sie für ihre Babys gentechnisch veränderte Nahrung kaufen oder nicht. An Babynahrung werden zu Recht besonders hohe Erwartungen gestellt. Deshalb ist rasche Aufklärung geboten.", erklärte Künast.

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