Nachrichten | 11.1.2006

Nachschauen im Standortregister

Bald erscheinen die Meldungen für den Genmais-Anbau 2006

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat das öffentlich zugängliche Standortregister überarbeitet und freigeschaltet. In diesem Register im Internet sind alle Flächen verzeichnet, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen regulär angebaut oder zu wissenschaftlichen Zwecken freigesetzt werden. Drei Monate vor der Aussaat müssen Bauern oder Forscher, die Gen-Pflanzen anbauen, dies dem BVL melden, das dann die wichtigsten Daten online stellt.

Dies bedeutet, dass sich die Datenbank für 2006 in den nächsten Wochen füllen wird. Denn Mais wird in den meisten Regionen ab Mitte April ausgesät, ein geplanter Genmais-Anbau müsste also noch im Januar publik gemacht werden. Am 9. Januar war allerdings für 2006 erst eine Fläche angegeben. Im vergangenen Jahr meldet verschiedene Landwirte insgesamt über 1.000 Hektar Gen-Mais für den Anbau an. Tatsächlich ausgesät wurde davon etwa ein Drittel. Denn die öffentliche Bekanntgabe des Anbaus im Internet hatte den Widerstand vor Ort meist so kräftig anwachsen lassen, dass die Bauern von sich aus auf den von Nachbarn und Ortsgemeinschaft abgelehnten Anbau von Gen-Mais verzichteten.

Das Register existiert bereits seit Herbst 2004. Das BVL hat bei seiner Überarbeitung die bisherige Liste in Tabellenform durch einen Datenbank ersetzt. Interessierte und Betroffene können nun gezielt die gemeldeten Flächen nach Postleitzahlen, Bundesländern oder der angebauten Sorte durchsuchen. Öffentlich mitgeteilt werden Ort und Größe des Anbaus sowie Flurbezeichnung und Flurstücknummer. Die persönlichen Daten des Anbauenden bekommt nur genannt, wer gegenüber der Behörde ein berechtigtes Interesse, etwa als Nachbar, nachweisen kann.

Hier geht es direkt zum Standortregister

Der Informationsdienst Gentechnik hilft beim Umgang mit dem Register.

www.standortregister.de

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