Nachrichten | 20.2.2006

So nicht, Horst!

Der Protest gegen Seehofers Gentechnik-Pläne wächst – auch in den Bio-Läden

„Hände weg vom Gentechnikgesetz!“ So oder ähnlich steht es auf den Unterschriften-Listen, die seit Wochen in zahlreichen Bio-Läden ausliegen. Tausende von Unterschriften haben die Geschäfte über den Bundesverband Naturkost und Naturwaren (BNN) bereits an das Landwirtschaftsministerium weitergereicht. Noch viel mehr werden folgen. Denn seit Mitte Februar sammelt auch der Verband der Bio-Supermärkte, in dem sich die Unternehmen mit mehreren Filialen zusammengeschlossen haben. In über 200 Bio-Supermärkten und Reformhäusern liegen entsprechende Listen aus. Die gesammelten Unterschriften der Bio-Kunden sollen im April an Landwirtschaftsminister Seehofer übergeben werden.

Die Bio-Läden sind nicht die Einzigen, die derzeit engagiert gegen eine Aufweichung des Gentechnikgesetzes protestieren. Eine kleine, unvollständige Auswahl: Der Anbauverband Bioland hat diverse Protestbriefe zum Ausdrucken ins Netz gestellt. Die Online-Aktivisten von www.campact.de haben Tausende von Protest-Mails in Horst Seehofers Postfach geleitet. Zum bundesweiten Aktionstag am 3. März 2006 gibt es zahlreiche regionale Demonstrationen und Info-Aktionen. Am 11. März laden mehrere Organisationen in München zu einer großen Demo „Stoppt Genfood“ ein.In Bayern sammelt zudem die ökologisch-demokratische Partei (ÖDP) Unterschriften für eine Petition an den bayerischen Landtag. Der soll im derzeit diskutierten Landesentwicklungsprogramm die Gentechnikfreiheit als Planungsziel verankern.

Diese und andere Aktionsmöglichkeiten finden Sie über die Linkseiten von www.genfoodneindanke.de und www.keine-gentechnik.de. Dort stehen auch aktuelle Termine

powered by