Nachrichten | 25.3.2007

Elefanten-Verlobung

Monsanto und BASF wollen bei der grünen Gentechnik zusammenarbeiten

Der Chemiekonzern BASF und der Biotech-Konzern Monsanto wollen künftig bei der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Gentech-Saatgut kooperieren. Wie die Nachrichtenagentur AP mitteilte, wollen beide Unternehmen für die Entwicklung widerstandsfähigerer und ertragreicherer Pflanzen in den kommenden zehn Jahren bis zu 1,2 Milliarden Euro ausgeben. Die Finanzierung wollen sich die Partner halbe-halbe teilen, von den Erträgen sollen Monsanto 60 und die BASF 40 Prozent bekommen. Dies sei nach Ansicht von BASF gerechtfertigt, weil Monsanto mehr Ressourcen einbringe. So könne BASF die Vertriebswege von Monsanto ebenso nutzen wie die Versuchsflächen des US-Unternehmens weltweit.

Die ersten gentechnisch manipulierten Produkte aus der gemeinsamen Entwicklung sollen laut BASF 2010 bis 2015 auf den Markt kommen. Dabei soll es sich um die Pflanzen handeln, die schon jetzt die höchsten Gentechnik-Anteile halten: Mais, Soja, Baumwolle und Raps. Die Entwicklung anderer Gen-Pflanzensorten wollen die beiden Konzerne weiter in Eigenregie betreiben. Die BASF hat noch keine Gen-Pflanze zur Marktreife gebracht. Die EU.Kommission hat die Zulassung der BASF-Gen-Kartoffel Amflora wegen Bedenken verschoben.
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