Nachrichten | 29.3.2007

Wieder Bayer im Reis

Erneut hat eine Gen-Reissorte des Chemie-Konzerns Reis in den USA verunreinigt.

Vor wenigen Wochen hatte die US-Landwirtschaftsbehörde USDA hat den Anbau und die Verbreitung der Langkorn-Reissorte Clearfield C131 verboten. Im Saatgut hatte ein Labor Erbgut einer unbekannten genmanipuliertem Reissorte gefunden. Die Sorte ist nun identifiziert. Es handelte sich nach Angaben des USDA um die von Bayer CropScience entwickelten Reis Liberty Link 604 (LL604). Die Sorte gehört zur gleichen Linie wie der Gen-Reis LL601, der im vergangenen jahr in US-Reis aufgetaucht war und für einen weltweiten Skandal gesorgt hatte.

Die Behörde hält die Genreis-Spuren für unbedenklich. Das darin vorkommende Protein, das die Pflanze gegen ein Bayer-Pestizid resistent macht sei auch in andere, bereits zugelassene Pflanzen eingebaut worden. Deshalb darf Clearfield-Reis aus vergangenen Anpflanzungen in den USA weiterhin verkauft und verarbeitet werden. Nur die neue Aussaat bleibt untersagt.

Denn LL604 ist in der EU und anderswo ebenso wenig zugelassen wie die verwandten Sorten LL601 und LL62. Auch LL62 war als Verunreinigung im Langkorn-Reissorte Clearfield C131 gefunden worden. Das neue Verunreinigungen den bereits geschädigten US-Reismarkt hart treffen können, hatte sich kurz nach den neuen Funden gezeigt. Mexiko hatte kurzfristig drei Reislieferungen gestoppt und Gentechnikfrei-Zertifikate gefordert. Sofort sank der Reispreis auf ein neues Minimum. 

Die US-Behörden wollen nun untersuchen, wie der Bayer-Reis in das konventionelle Clearfield-Saatgut des Konkurrenten BASF gelangen konnte. Bayer selbst stellt sich, wie schon beim Gen-Reisskandal im letzten Jahr tot.

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