Nachrichten | 21.5.2007

Neue Warnungen:

Gen-Soja macht Mäuse krank

In Russland hat der Nationale Verband für Sicherheit in der Gentechnik (OAGB) auf einer Pressekonferenz über Fütterungsversuche russischer Wissenschaftler berichtet. Die Studie habe gezeigt, dass gentechnisch manipulierte Sojabohnen von Monsanto Mäuse krank machen.

Nach Angaben der Organisation hatte die Bio-Technologin Maria Konovalova von der Universität von Saratov Mäuse über zwei Generationen hinweg mit Gen-Sojabohnen gefüttert. Die Tiere zeigten Schädigungen an Leber und Nieren. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die herkömmliches Soja erhielt, hatten die Gen-Soja gefütterten Mäuse weniger Nachkommen, die zudem häufiger starben. Auch meldeten die Forscher Verhaltensänderungen. Gen-Soja mache die Mütter aggressiver gegenüber ihrem Nachwuchs und schwäche den Mutterinstinkt der Mäuse. Bei den Jungtieren, deren Mütter Gen-Soja erhalten hatten, seien zudem mehr Missbildungen beobachtet worden.

Alexander Baranov, Präsident des OAGB, forderte die zuständigen russischen Behörden auf, die bisher erteilten Zulassungen für gentechnisch manipulierte Lebensmittel zu widerrufen und ein Moratorium für weitere Zulassungen zu erklären. Zuerst müssten die Auswirkungen der Gentech-Produkte auf die menschliche Gesundheit geklärt werden. Vor eineinhalb Jahren hatte die russische Wissenschaftlerin Irina Ermakova über ihre Fütterungsversuche mit Ratten berichtet. Dabei hatte Gen-Soja im Futter der Mutter die Sterblichkeit junger Ratten massiv erhöht.

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