Nachrichten | 21.8.2007

Gentechnikfreies Biogas

Stadtwerke Kassel wollen keinen Gen-Mais vergären

Die Kasseler Stadtwerke haben die Mais-Lieferanten für ihre Biogas-Anlage dazu verpflichtetet, keinen gentechnisch veränderten Mais anzuliefern. Das teilte das Aktionsbündnis “Keine Gentechnik auf Hessens Feldern und in Hessens Lebensmitteln” mit. Nach Informationen des  Bündnisses will sich jetzt der Energiekonzern E.ON mit seinen in der Region geplanten Anlagen dieser Initiative anschließen.

Mit dieser Vorgabe gehe vom hessischen Schwalm-Eder-Kreis ein Signal aus für die bundesweite Debatte um die Ausweitung des Energiepflanzenanbaus, freut sich Bio-Bauer Dietmar Gross, der Sprecher des Bündnisses. Er hofft, dass diese Entscheidungen möglichst viel Nachahmung findet. Notwendig dafür sei allerdings, dass kommunal- und regionalpolitisch engagierte Menschen wirksam nachhelfen. Im Schwalm-Eder-Kreis haben geplante Versuchsflächen des Gentechnik-Konzerns Monsanto die Debatte angeheizt.

„Die Verhandlungsführer der Energieunternehmen sind an konfliktfreien, schnellen Vertragsabschlüssen interessiert“, schreibt das Bündnis. Deshalb sei es notwendig, in der Verhandlung um die Qualität der Rohwarenerzeugung eine öffentliche Verhandlungsposition aufzubauen. „Den Energieversorgern muss klar gemacht werden, dass eine breit geführte Debatte - analog zur Atomstromdiskussion -, das Image einer umweltverträglichen Gaserzeugung leicht in Misskredit bringen kann.“

BUND-Papier „Nachwachsende Rohstoffe Einfallstor für die Gentechnik in der Landwirtschaft?“

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