Nachrichten | 5.9.2007

Gen-Weizen, Gen-Raps, Gen-Bäume:

Bundesregierung fördert 24 Forschungsprojekte für Grüne Gentechnik

Derzeit erhalten 24 Forschungsprojekte mit gentechnisch veränderten Pflanzen Fördermittel vom Bund. Das teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort (Drucksache 16/6208) auf eine Kleine Anfrage der Grünen mit.

Von diesen 24 Projekten dienen nach Auskunft der Regierung nur acht der Sicherheitsforschung. Darunter ist zum Beispiel mit einer Förderung von fast einer Million Euro das „Verbundprojekt: Biologische Sicherheit nutzbarer transgener Gehölze“. Dabei experimentieren die Universitäten Leipzig und Marburg unterstützt von zwei Bundesforschungsanstalten mit genmanipulierten Pappeln und Apfelbäumen. Das Projekt soll klären, welche Regelungen für einen kommerziellen Anbau dieser Gen-Bäume notwendig wären.

Die Mehrzahl der vom Bund geförderten Projekte dient jedoch der Entwicklung neuer Gen-Pflanzen. So investiert das Bundesforschungsministerium 1,2 Millionen Euro in die Entwicklung eines pilzresistenten Gen-Weizens. Projektpartner ist der Chemie-Konzern BASF. Ebenso viel Geld ist es dem Ministerium wert, um zusammen mit Pflanzenzüchtern transgene Raps- und Leinsorten mit besonders viel Omega-3-Fettsäuren zu entwickeln. Die Uni Rostock forscht mit Bundesmitteln an Gen-Kartoffeln für die Herstellung abbaubarer Kunststoffe. Ein Saarbrücker Biotech-Unternehmen bekommt 1,1 Millionen Euro, damit es versuchen kann, einen aus Gen-Gerste hergestellten Arzneiwirkstoff zu reinigen.

Die Bundesregierung sagt in ihrer Antwort auch, für was sie kein Geld übrig hat: „Es werden derzeit keine Forschungsprojekte mit Bundesmitteln gefördert, bei denen die Wirkung von gv-Pflanzen auf Bienen sowie eine Verbreitung von Transgenen durch Bienen untersucht wird“ und: „Es werden derzeit keine Forschungsprojekte mit Bundesmitteln gefördert, mit denen ein flächendeckendes Auskreuzungsmonitoring beim kommerziellen Anbau/bei Freisetzungsexperimenten/bei Wertprüfungen von gv-Pflanzen sichergestellt wird.“

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