Nachrichten | 15.10.2007

Imker gegen Grüne Gentechnik

Gemeinsame Position verabschiedet

Zum Deutschen Imkertag 2007 haben sich rund 600 Imkerinnen und Imker in Frankfurt am Main getroffen. Der Deutsche Imkerbund e. V., die bundesweit größte Organisation der Bienenzüchter, hatte zu mehreren Veranstaltungen zum Jubiläum nach Hessen eingeladen, weil der Verband vor 100 Jahren in Frankfurt gegründet wurde.

Wichtigstes Ergebnis in der Vertreterversammlung am Samstag war die einstimmige Verabschiedung eines gemeinsamen Positionspapiers zur Grünen Gentechnik. Der Beschluss verdeutlicht, dass die Imkerinnen und Imker in Deutschland mit übergroßer Mehrheit die Grüne Gentechnik ablehnen, da Bienen und Bienenprodukte in besonderer Weise von gentechnisch veränderten Organismen betroffen sind.

Das gesamte Papier ist hier veröffentlicht worden. Wichtig ist, so Präsident Anton Reck, den entscheidenden politischen Gremien geschlossen, auch mit anderen Interessensverbänden, die Bedeutung der Bienenhaltung weiter bewusst zu machen und die Folgen eines weiteren Rückgangs von Bienenvölkern klar aufzuzeigen.

Sorgen bereitet dem Verband zur Zeit vor allem auch der Nachwuchsmangel. Fragen, wie Interessenten für die Bienenhaltung gefunden werden können, diskutierten die Delegierten deshalb sehr ausführlich. Es wurde ein bundesweit einheitliches Werbekonzept für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Dieses richtet sich besonders an Frauen, denn in dieser Zielgruppe ist im letzten Jahr das Interesse an der Bienenhaltung deutlich gestiegen. Imkervereine, die besonders engagiert Mitgliederwerbung betreiben, sollen im kommenden Jahr prämiert werden.

Am Sonntag fanden die öffentlichen Feierlichkeiten zum Jubiläum in den Räumen der Alten Oper statt. Als Ehrengäste konnten unter anderem der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel, der Präsident des Internationalen Bienenzüchterverbandes APIMONDIA, Asger Søgard Jørgensen, und die Präsidenten befreundeter internationaler Imkerverbände aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Tschechien, Südtirol und Polen begrüßt werden.

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