Nachrichten | 26.11.2007

Gen-Soja in Lebensmittel

Jede vierte Probe war positiv

Jedes vierte Lebensmittel aus Sojabohnen wie Tofu oder Sojamilch ist mit genmanipuliertem Soja (GVO) verunreinigt. Bei maishaltigenlebensmittel wie Tortilla-Chips weisen fünf Prozent der Proben Verunreinigungen auf. Das haben die Kontrollen der Bundesländern für das Jahr 2006 ergeben.

Nur in wenigen Fällen lagen die von den Behörden festgestellten Verunreinigungen über dem Kennzeichnungsgrenzwert von 0,9 Prozent. Dabei handelte es sich oft um importierte sojahaltige Lebensmittel aus Asia-Läden oder Proteinpräparate aus dem Fitnessbereich. Die allermeisten Verunreinigungen lagen deutlich unter 0,9 Prozent, oft an der Nachweisgrenze von 0,1 Prozent. Der Anteil GVO-positiver Proben bei sojahaltigen Lebensmitteln stieg in den vergangenen Jahren von 15 auf 25 Prozent. Bei Mais hingegen ist die Menge der Verunreinigungen seit Jahr rückläufig. Der Grund ist vor allem, dass die Lebensmittelhersteller den Mais aus europäischen Ländern beziehen, in denen kaum Gen-Mais angebaut wird.

Bei den Zahlen handelt es sich um einen bundesweiten Durchschnitt, von dem die konkreten Ergebnisse der Bundesländer oft stark abweichen. Die Datenbank Transgen hat die Berichte der einzelnen Bundesländer zusammengestellt. In Baden-Württemberg hat das zuständige Untersuchungsamt Öko-Lebensmittel getrennt ausgewertet. Das Ergebnis: „2006 waren 42 % der konventionellen Sojaprodukte, aber nur 13 % der Bio-Produkte durch gv-Soja betroffen.“ Zudem war der Verunreinigungsgrad geringer. Im Gegensatz zu konventionellen Produkten nahm die Vereinreinigungsquote bei Öko-Lebensmitteln nach den baden-württembergische Ergebnissen in den letzten Jahren deutlich ab. Bei Futtermittel-Untersuchungen in NRW zeigte sich, dass in konventionellen Futtermitteln Gen-Soja häufiger nicht wie vorgeschrieben deklariert ist. Neun Prozent der Proben mussten die Behörden beanstanden.
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