Nachrichten | 7.12.2007

Gen-Mais-Aussaat 2008 gesichert

Seehofer erlaubt den Verkauf von MON 810 wieder

Der Gentechnik-Konzern Monsanto darf Saatgut für seinen Gen-Mais MON 810 wieder in Deutschland verkaufen. Dies hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitgeteilt. Die Landwirtschaftsminister Horst Seehofer unterstehende Behörde hatte am 27. April 2007 den Handel mit MON 810 Saatgut verboten. Neue wissenschaftliche Informationen „geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Anbau von MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt”, stand im Bescheid. Schon damals sah die Seehofer-Behörde in diesen Umweltgefahren keinen Grund, den Anbau von MON 810 zu verbieten. Sie forderte von Monsanto lediglich einen Monitoring-Plan, wie ihn das EU-Recht bereits seit 2003 vorsieht.

Diesen Plan hat Monsanto nun vorgelegt und dafür das o.k. der Behörde bekommen. Im Gegenzug nahm der Konzern einen beim Verwaltungsgericht Braunschweig eingereichter Eilantrag sowie eine Klage gegen den Bescheid des BVL zurück. Laut BVL hat Monsanto „einen vollständigen Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen des Genmais-Anbaus vorgelegt.“ Tatsächlich macht der Konzern in den vom BVL veröffentlichten Unterlagen vor allem deutlich, dass seine bereits laufenden Überwachungsmaßnahmen die Anforderungen an das geforderte Monitoring erfüllen. Zusätzlich verspricht er, jährlich die Berichte einiger Netzwerke durchzuschauen, die den Bestand von Wildtieren, Vögeln oder Bienen zu überwachen. Sollte das Unternehmen darin Hinweise auf mögliche nachteilige Effekte von MON 810 finden, will es diesen nachgehen.

„Die Landwirte können nun mit der Anbauplanung für Bt-Mais in 2008 beginnen und wie in den Jahren zuvor die Vorteile aller YieldGard-Sorten nutzen“, freute sich Monsanto Deutschland.

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