Nachrichten | 21.12.2007

Neue Gen-Knolle

BASF beantragt Anbauversuche für Gen-Kartoffeln

Der Chemiekonzern BASF will in Müncheberg und Falkenberg in Brandenburg so wie in Thulendorf in Mecklenburg-Vorpommern vom kommenden Frühjahr an gentechnisch veränderte Kartoffeln testen. Die BASF-Tochter hat beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wissenschaftlichen Feldversuche beantragt. Bei den Gen-Kartoffeln handelt es sich zum einen um eine gegen Pilzerkrankungen resistente Sorte. Ihr wurden zwei Gene einer südamerikanischen Wildkartoffel eingebaut, die gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent ist.

Bei der zweiten Sorte handelt es sich um die bereits bekannte Gen-Knolle Amflora. Bei ihr hat BASF das Erbgut so manipuliert, dass die Kartoffel nur die in der Industrie benötigte Stärkesorte Amylopektin produziert. Ähnliche Testpflanzungen soll es laut BASF auch in anderen europäischen Ländern geben. Damit will das Unternehmen den Anbau der Kartoffeln „unter den natürlichen Klima- und Bodenbedingungen in verschiedenen Regionen“ erproben.

An jedem der Standorte beträgt die eigentliche Freisetzungsfläche etwa einen Hektar. Dort können jeweils 45.000 Gen-Knollen en angebaut werden. Einwände gegen den Antrag können bis zum 15. Februar vor Ort oder beim BVL eingereicht werden. Es wird erwartet, dass die Behörde die Anträge rechtzeitig vor der Aussaat genehmigt. Die Versuche sollen bis 2012 dauern.

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