Nachrichten | 4.2.2008

Der Widerstand wächst

Genfood verliert an Zustimmung – vor allem in den USA

Auf Druck der Verbraucher verzichten inzwischen zahlreiche Molkereien, Supermarktketten und die Kaffee-Kette Starbucks auf Milch von Kühen, die mit gentechnisch hergestellten Wachstumshormonen gedopt werden.

Ein durch das US-Landwirtschaftsministerium geförderter Bericht ermittelte, dass 89 Prozent der US-Amerikaner eine verbindliche Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln wollen. Eine Umfrage im Auftrag der Biotech-Industrie zeigte, dass nur eine Minderheit der US-Amerikaner Gentech-Lebensmittel in einem positiven Licht sehen, während die Mehrheit der US-amerikanischen Frauen GVOs beunruhigend findet.

China, der weltgrößte Reisproduzent, hat Vorschläge, Gentech-Reis kommerziell anzubauen, zum vierten Mal seit 2004 zurückgestellt. In Indien beteiligen sich 6,5 Millionen Bauern an einer Popularklage gegen weitere Gentechnik-Feldversuche. Mehrere indische Bundesstaaten warnen die Bauern davor, Gentech-Baumwolle anzubauen. Auf den Philippinen hat ein Richter die Genehmigung einer genmanipulierten Reissorte durch das Landwirtschaftsministerium gestoppt. Der Erzbischof von Manila forderte die Regierung auf, den Anbau von GVO zu untersagen.

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