Nachrichten | 1.6.2008

Kennzeichnung

„Ohne Gentechnik“ kann endlich starten

Der Weg für die freiwillige Lebensmittel-Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ ist endgültig frei. Bis vor kurzen hatten Bedenken der EU-Mitglieder Polen und Spanien das Inkrafttreten der Anfang des Jahres beschlossenen Regelung verzögert. Diese wurden jedoch zurückgezogen oder abgewiesen. Damit war das von der EU vorgeschriebene Notifizierungsverfahren durchlaufen. Inzwischen ist das Gesetz durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ohne Veränderungen rechtskräftig geworden ist. Es gilt rückwirkend ab 1. Mai. Hersteller können nun Milch, Fleisch und Eier mit der Aufschrift „ohne Gentechnik“ versehen - auch dann, wenn im Futtermittel Zusatzstoffe enthalten waren, die von genmanipulierten Bakterien hergestellt wurden. Entscheidend ist, das keine genmanipulierten Pflanzen wie Soja und Mais im Futtertrog waren.

Der Geflügel-Hersteller Wiesenhof hat bereits angekündigt, bald gekennzeichnete Produkte auf den zu Markt bringen. Der Infodienst Gentechnik hat einen Musterbrief ins Netz gestellt. Damit kann man Hersteller anschreiben und ihnen mitteilen, dass man Gentechnik auch im Tierfutter ablehnt und mit Gentechnik hergestellte Produkte nicht kaufen will.

In Österreich gibt es schon längst eine Richtlinie, die „Gentechnikfreiheit“ definiert und es erlaubt, Lebensmittel zu kennzeichnen. Dort können Verbraucher aus einer ganzen Palette gentechnikfreier Lebensmittel wählen.

Der Informationsdienst Gentechnik hat alle Unterlagen zum Thema gentechnikfrei in einem großen Dossier zusammengestellt.

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