Nachrichten | 25.8.2008

Gentechnikfreie Lebensmittel

BUND macht Druck auf Edeka

Die Handelskette Edeka soll ihre Eigenmarken umstellen und mit dem Label ‚ohne Gentechnik’ kennzeichnen. Das will die Umweltorganisation BUND mit einer Unterschriften-Aktion erreichen. Edeka ist der größte deutsche Lebensmittelhändler. „Wenn der Handelskonzern entsprechend auf seine Lieferanten einwirkt, geraten alle anderen Supermarktketten in Zugzwang“, argumentiert der BUND.

Seit dem 1. Mai 2008 können Unternehmen ihre Produkte mit der Kennzeichnung ‚ohne Gentechnik’ versehen. Die Kennzeichnung ist freiwillig. Wie viele Unternehmen sie tatsächlich nutzen, ist unbekannt. Doch eine Wirkung entfaltet die Regelung erst, wenn viele konventionelle Lebensmittel, insbesondere tierische Produkte, als gentechnikfrei gekennzeichnet werden. Denn dafür wären Gensoja und Genmais als Futtermittel nicht erlaubt; die Nachfrage nach diesen Genpflanzen würde deutlich sinken. Öko-Lebensmittel sind von Haus aus gentechnikfrei. Doch jeder Hektar weniger Gentechnik-Anbau verringert auch für Öko-Lebensmittel das Risiko einer Verunreinigung.

Verbraucher, die Druck machen wollen, können auf der entsprechenden BUND-Seite die jeweilige Edeka-Regionalgesellschaft auffordern, die Edeka-Eigenmarken umzustellen und mit dem Label "ohne Gentechnik" zu kennzeichnen. Der BUND bietet auch Unterschriftenlisten an sowie Briefvordrucke, die man runterladen und an die örtliche Edekafiliale schicken kann. Plakate und Flyer zur Unterstützung von Aktionen kann man online bestellen.

Ausführlich berichtete die Frankfurter Rundschau über die Aktion

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