Nachrichten | 1.9.2008

Rock for Nature begeisterte

Musik und Informationen gegen Gentechnik

Insgesamt mehr als 60.000 Besucher feierten die Hohenloher Bauern und die großen Stars wie Wir sind Helden, Nena, Roger Hodgson, Joe Cocker, Ich + Ich und am Sonntagabend zum Abschluss die Scorpions. Vom 21. bis 24. August hatte auf dem Öko-Weizenfeld von Rudolf Bühler, dem Gründer und Vorsitzenden der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, einer bäuerlichen Wertegemeinschaft von 980 Bauern in der Region Hohenlohe, das erste Öko-Open Air in Deutschland stattefunden. Ein voller Erfolg! "Love and Peace for Nature" war das häufigste Zitat in den Medien.

Großen Beifall und Jubel fanden die Statements und das Engagement aller großen Künstler einschließlich der über 40 Nachwuchsbands. Ohne Ausnahme haben alle den Geist des Öko-Festivals mitgetragen. Sie fanden deutliche Worte gegen die Gentechnik und für die Bewahrung der Schöpfung durch ökologische Landwirtschaft und für gesunde Ernährung.

Im begleitenden ROCK FOR NATURE FORUM fanden sich die "Green Heros" der Öko- Bewegung aus aller Welt wie Vandana Shiva, Indien und Percy Schmeiser, Kanada ein. Die großen internationalen Umweltorganisationen wie der Welt-Bioverband IFOAM, Nature Life International, Greenpeace, Slow Food und der NABU und viele andere mehr.

Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises, berichtete von Ihrem Kampf für ein gentechnikfreies Indien. Der Erhalt der traditionellen Arten- und Sortenvielfalt beim Saatgut und soziale Veränderungen sind Antworten auf die weltweit drängendsten Fragen. Percy Schmeiser aus Kanada, ebenfalls Träger des alternativen Nobelpreises, berichtete von seinem Kampf David gegen Goliath, den er nach jahrelanger Auseinandersetzung vor Gericht schließlich gegen den Agrochemiegiganten Monsanto gewonnen hat. "Es ist so einfach, jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten: Ökolebensmittel sind gentechnikfrei, schützen Boden, Wasser und Weltklima", forderte Gerald A. Herrmann vom Weltbiodachverband IFOAM die Festivalbesucher auf. Beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen auf der Hauptbühne fand Dekan Dr. Dalferth deutliche Worte zum ethisch verantwortbaren Umgang mit der Schöpfung, indem er die gentechnische Manipulation der Schöpfung mit dem Turmbau zu Babel verglich.

Fast die ganze Region war in die Vorbereitungen involviert. Für die komplett gentechnikfreie, ökologisch und regional erzeugte Festivalverpflegung sorgten Lebensmittelhersteller aus Hohenlohe sowie die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft selbst. Die Veranstalter danken den über 800 Helfern und Freiwilligen sowie der Bevölkerung als auch Behörden und Medien, die alle zu diesem überwältigenden Erfolg beigetragen haben. "Eine Veranstaltung dieser Größenordnung war eine große Herausforderung für die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft. Wir haben unser Bestes gegeben und bedanken uns für das Verständnis dort, wo es gehakt hat!" so Rudolf Bühler. "Ausgehend von diesem Öko-Weizenfeld in Hohenlohe ist eine Bewegung für den friedlichen Widerstand gegen die Gentechnik entstanden: Love and Peace for Nature", so Hauptverantwortlicher Rudolf Bühler in seinem ersten Resümee gegenüber der Presse. Diese Botschaft wurde im Hohenlohe Manifest, das unter großem Beifall von den Festivalbesuchern angenommen wurde, in die Welt hinausgetragen.

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