Nachrichten | 20.10.2008

Gentechnikfreie USA

Non-GMO-Project will Kennzeichnung einführen

Ein breites Bündnis von über 400 Lebensmittelherstellern wird seine Produkte auf dem US-Markt im kommenden Jahr mit einem Gentechnikfrei-Label versehen. Die Grundlage sind ein einheitlicher, unabhängiger Standard sowie ein Zertifizierungsverfahren, das 28.000 Produkte durchlaufen sollen. Ab Oktober 2009 können dann US-Verbraucher beim Einkauf über Gentechnik abstimmen.

Das Non-GMO-Project entstand 2005 als Initiative zweier Naturkosthändler. The Natural Grocery Company and the Big Carrot Natural Food Market hatten zuvor schon seit Jahren mehr Informationen über Genfood sowie eine effektive Kennzeichnung gefordert. Gemeinsam wollten sie einen einheitlichen Gentechnikfrei-Standard für die US-Lebensmittelindustrie erarbeiten. Mit der Global ID Group holten sie das größte und bekannteste Unternehmen für GVO-Analysen mit ins Boot. Zahlreiche Hersteller und Händler von Bio- und naturnahen Lebensmitteln sowie Verbraucherorganisationen schlossen sich dem Projekt an. Derzeit laufen die Zertifizierungen und die Vorbereitungen, um im kommenden Herbst mit einer großen Werbekampagne und möglichst vielen Gentechnikfrei-Produkten auf den Markt zu kommen.

87 Prozent der US-Bürger fordern in Umfragen eine Kennzeichnung von Genfood. 53 Prozent sagten zuletzt, sie würden gekennzeichnetes Genfood nicht kaufen. „Die Ablehnung der Gentechnik durch die Verbraucher wächst. Wenn die Menschen eine Wahl haben, wird das diesen Trend entscheidend beschleunigen“, prophezeit Megan Thompson, die Geschäftsführerin des Non-GMO-Projects.

Die britische Bio-Organisation Soil Association bringt in einer Broschüre das Non-GMO-Project in Zusammenhang mit anderen gentechnikkritischen Entwicklungen in den USA. Der Titel dieser optimistischen Übersicht: Land of the GM-Free? How the American public are starting to turn against GM food

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