Nachrichten | 8.12.2008

Greenpeace-Umfrage

Verbraucher wollen gentechnikfreie Milch

Rund 85 Prozent der Verbraucher in Deutschland wollen, dass Milchkühe kein gentechnisch verändertes Futter erhalten. Zwei Drittel würden sich, wenn sie die Wahl hätten, für Milch mit dem Hinweis ohne Gentechnik entscheiden. Dies ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace.

80 Prozent der 1000 befragten Verbraucher wären bereit, mehr Geld für solche Milch auszugeben. „Ein Cent je Liter reicht den Landwirten aus, um die Mehrkosten für Futter ohne Gentechnik zu decken,“ sagte Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Gentechnikfreies Futter gibt es, der Verbraucher will es, und trotzdem weigern sich Hersteller wie Weihenstephan oder Bärenmarke, Gen-Pflanzen im Tierfutter auszuschließen. Das ist völlig unverständlich.“

Seit Mai 2008 können Lebensmittelhersteller Milch, Eier und Fleisch mit dem Hinweis ohne Gentechnik bewerben, wenn bei der Tierfütterung auf gentechnisch veränderte Pflanzen verzichtet wurde. Doch von den großen konventionellen Molkereien hat bisher nur Campina einen kleinen Teil auf Milchproduktion ohne Gentechnik umgestellt. Seit Oktober gibt es die ersten Produkte der Marke Landliebe mit der Kennzeichnung ohne Gentechnik.

Greenpeace kündigte an, mit einer Mitmachaktion „Der Cent macht's - Milch ohne Gentechnik“ den anderen Molkereien wie Müllernilch auf die Sprünge zu helfen. Verbraucher sollen ihnen einen Cent schicken und damit zeigen, dass sie Milch ohne Gentechnik wollen und zwar zu fairen Preisen für die Bauern.

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