Nachrichten | 11.2.2009

Gen-Maisanbau 2009

Das Interesse lässt nach

Im amtlichen Standortregister waren am 6. Februar 2009 220 Anmeldungen für den Anbau von Gen-Mais der Sorte MON 810 eingegangen. Die gesamte Fläche betrug 3.730 Hektar. Vor einem Jahr um diese Zeit standen über 800 Hektar mehr im Standortregister. Als Grund für den Rückgang nennt die Datenbank Transgen den schwachen Befall mit dem Maiszünsler, gegen den MON 810 ein Toxin bildet. Zudem würden die strengen gesetzlichen Auflagen viele Landwirte abschrecken.

Die 3.730 Hektar machen weniger als zwei Tausendstel der gesamten deutschen Maisanbaufläche von rund 2,1 Millionen Hektar aus. Erfahrungsgemäß ziehen die Bauern aufgrund des örtlichen Widerstands einen Teil der angemeldeten Flächen wieder zurück. Im letzten Jahr wuchs schließlich nur auf 3.171 Hektar Gen-Mais.

Mit 1.745 Hektar liegt der größte Teil der angemeldeten Flächen in Brandenburg. Es folgen Sachsen mit 983 Hektar, Mecklenburg-Vorpommern mit 736 und Sachsen-Anhalt mit 180 Hektar. Das westdeutsche Bundesland mit der größten Gen-Anbaufläche ist Bayern mit 68 Hektar. Bayern mit 123 Hektar. In anderen Bundesländern sind nur wenige Hektar angemeldet, ein Teil davon sind staatliche Anbauversuche. Gentechnikfrei sind derzeit noch Nordrhein-Westfalen, Hessen, das Saarland und die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

Greenpeace hat die angemeldeten Standorte in eine interaktive Karte übertragen. Mit Hilfe von Google Maps werden die einzelnen Standorte in den örtliche Stadtplänen wiedergegeben.
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