Nachrichten | 11.2.2009

Satt ohne Gentechnik

Erfolgreiche konventionelle Züchtungen

Das West African Rice Center hat auf konventionellem Wege Reissorten gezüchtet, die an die westafrikanischen Klima- und Bodenverhältnisse optimal angepasst sind. Insbesondere kommt dieser „New Rice for Africa“ (Nerica) gut mit Trockenheit zurecht. Sie kreuzten dazu traditionellen afrikanischen Sorten mit solchen aus Asien. Die Pflanzen sind trotzdem doppelt so ertragreich und haben einen kürzeren Reifezyklus. Ihr hoher Proteingehalt leistet zudem einen Beitrag, der häufig verbreiteten Mangelernährung zu begegnen.

Aufmerksam gemacht auf diesen Züchtungserfolg hat der aid Infodienst. Er verwies auch auf Züchtungen des internationale Kartoffelzentrums CIP in Peru. Es entwickelte neue Kartoffelsorten, die durch kurze Wachstumszeiten eine zusätzliche Ernte im Jahr ermöglichen. Schon eine mittelgroße Knolle enthält die Hälfte an Vitamin C, die der Mensch täglich benötigt. Zudem haben die Forscher Sorten entwickelt, die gegen die bisher bekannten Stämme der Kraut- und Knollenfäule resistent sind.

Das Internationale Kartoffelzentrum in Peru wie auch das African Rice Center gehören zur Consultative Group on International Agricultural Research (CGIAR), einer Gruppe von 15 Forschungsinstituten, die weltweit forschen, um die Menschen satt zu machen und die genetischen Ressourcen unserer Kulturpflanzen zu bewahren. Die Gentechnikkonzerne hingegen haben ihre Versprechungen im Hinblick auf besonders angepasste und widerstandsfähige Pflanzen bisher nicht erfüllt, wie eine Studie der Umweltorganisation BUND belegte.

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