USA: Wissenschaftler warnen vor resistenten Maisbohrern

22 US-Maisexperten haben die US-Umweltbehörde EPA darauf aufmerksam gemacht, dass die Wirksamkeit der genmanipulierten Maissorten von Monsanto gegen den Maiswurzelbohrer abnimmt. Sie empfahlen der Behörde, das Problem sorgfältig und mit einer gewissen Dringlichkeit zu behandeln, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters.

In deren Bericht heißt es, dass Monsanto seit 2003 Maissorten vermarkte, die das Bt-Toxin Cry3Bb1 bilden, um den Maiswurzelbohrer zu bekämpfen. Inzwischen werde der Schädling zunehmend resistent, die genetische Modifikation verliere ihre Effektivität, die Pflanzen würden immer anfälliger und es drohten Ernteeinbußen. Monsanto redet das Problem klein. Es käme nur auf 0,2 Prozent der in Frage kommenden Flächen vor, heißt es in einer Konzernmitteilung. Die betroffenen Bauern würden intensiv beraten. Als eine Lösung empfiehlt der Konzern den zusätzlichen Einsatz von Insektiziden.
Die Mais-Wissenschaftler warnen davor. Dies würde die Kosten für die Bauern in die Höhe treiben und die wachsenden Resistenzen verschleiern. Die versagenden Maissorten weiter anzupflanzen erhöhe nur das Risiko weiterer Resistenzen. Ein Problem sei es auch, dass mangels anderem Saatgut der genmanipulierte Mais auch in Gebieten angebaut werde, in denen der Wurzelbohrer gar kein Problem sei.

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