BASF-Feldversuche auf Staatskosten

Im AgroBiotechnikum in Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock) betreiben Konzerne wie BASF und Monsanto profitable Grundlagenforschung – auf Staatskosten. So hat es kürzlich – unter Berufung auf den Umweltverband BUND – die Ostseezeitung geschrieben. Sie schildert den längst bekannten Gentechnik-Filz in Mecklenburg-Vorpommern und thematisiert vor allem die staatliche Förderung.
Den Bau des AgroBiotechnikums hat das Land komplett finanziert, mit insgesamt acht Millionen Mark aus dem Haushalt dreier Ministerien. Sogar den eigentlich vorgeschriebenen Eigenanteil der Standortgemeinde Sanitz zahlten die Ministerien, schreibt die Ostseezeitung. Der Verein FINAB, der das AgroBiotechnikum betrieb, bekam vom Bund fast eine Million Euro für Anschaffungen und auch vom Land eine halbe Million. Weitere Millionen von Bund und Land flossen in Projekte der Mieter des Agrobiotechnikums. BASF und Monsanto gaben dort Anbauversuche in Auftrag. Die Zahlen und die Verflechtungen hat Jörg Bergstedt in seinem Genfilz-Buch „Monsanto auf Deutsch“ ausführlich beschrieben.
Die Grünen haben per Anfrage nun die Kosten der Hubschraubereinsätze und Kontrollen erfragt, mit denen die Polizei die in Groß-Lüsewitz angebauten Gentechnik-Kartoffeln der BASF schützte. 112.000 Euro. Der Bund der Steuerzahler kündigte in der Ostseezeitung an, die umstrittene Förderung zu untersuchen und die Zeitung selbst kommentierte die Vorgänge als Fördersumpf. Die Landesregierung lässt sich davon nicht irritieren. Sie bezuschusst die Renovierung des Gebäudes wegen eines Wasserschadens mit 242.000 Euro.

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